Angst vor der kahlen Platte?

(djd). Plötzlich sind überall Haare - auf dem Kissen und auf dem Pullover. Jeder dritte Mann ab 30 ist von genetisch bedingtem Haarausfall betroffen. Die Reaktion auf den Verlust von täglich mehr als 100 Haaren ist unterschiedlich: "Für die einen ist die Belastung fast zu vernachlässigen, für die anderen extrem groß", erklärt Dr. Ronald Henss. "Einige Männer beginnen den sichtbaren Haarausfall bei sich selbst mit dem von anderen zu vergleichen. Sie bekommen Ängste, fühlen sich hilflos und machen sich Gedanken über das Älterwerden", weiß der Psychologe. Für Patienten mit einer psychisch eher labilen Verfassung werde der Verlust der Haare häufig zum zentralen Thema und damit oft auch zum Universalgrund für alle Misserfolge - beruflich wie privat. Abenteuerliche Werbeversprechen Angesichts des Leidensdrucks der Betroffenen wundert es nicht, dass fast monatlich neue Präparate auf den Markt kommen, die den Haarwuchs stimulieren sollen. "Die Werbeversprechen sind abenteuerlich", erklärt Dr. Uwe Schwichtenberg, "und dies, obwohl es oft sogar an einer plausiblen wissenschaftlichen Erklärung mangelt, warum der jeweilige Wirkstoff überhaupt helfen sollte." Statt mit wirkungslosen Mittelchen zu experimentieren, empfiehlt der Bremer Dermatologe, der Betroffene jeden ersten Mittwoch im Monat unter 0800-673 42 47 an der kostenlosen Haarausfall-Hotline berät, sich bei Haarproblemen an einen Experten zu wenden. Im Internet sind unter www.prohaar.de bundesweit Hautärzte zu finden, die sich speziell mit dem Thema Haarausfall beschäftigen und eine wirklich wirksame Therapie verordnen können. Haarausfall effektiv stoppen "Gegen anlagebedingten Haarausfall wird bei Männern eine Tablette mit dem Wirkstoff Finasterid eingesetzt", erklärt Dr. Schwichtenberg. Bei einer Vielzahl von Patienten haben sich die Propecia-Filmtabletten als sehr wirksam erwiesen. Fotos: djd/Initiative ProHaar

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